Geschichte

Seit 1895 produziert die Nagelfabrik im original erhaltenen Fabrikbau beim Bahnhof Grüze in Winterthur Stifte. Heute ist die Schweizerische Nagelfabrik AG Winterthur die letzte Schweizer Produktionsstätte für Nägel und Stifte fürs In- und Ausland und im Besitze des Familienunternehmers H. Gratwohl. Die Firma beschäftigt zehn Mitarbeiter und bildet Lehrlinge aus.
Die historischen Nagelmaschinen aus dem Jahre 1895 wurden zwischen 2000 und 2004 unter der Leitung von Dr. Hans-Peter Bärtschi restauriert. Neben der aktiven Produktion ermöglichen somit fünf vertikale Schlagmaschinen zur Herstellung von Fensterstreichern, Bezeichnungskopfnägeln und Stiften sowie der original erhaltene Antrieb mit Kraftverteilung über Wellen und Lederriemen einen faszinierenden Schaubetrieb, der alle Sinne anspricht.
Dank des Beitrags des Kantons Zürich und der Stadt Winterthur von Fr. 558'000.-, freiwilliger Mitarbeit der Betriebsgruppe InBahn-Ausflüge im Wert von über Fr. 50'000.- sowie der Unterstützung der Schweizerischen Nagelfabrik konnte die Restaurierung der historischen Nagelmaschinen erfolgreich durchgeführt werden. Zwischen 1999 und 2003 hat sich die Schweizerische Nagelfabrik zum erfolgreichsten Objekt des Industriekulturweges Winterthur entwickelt. Die Jahresbesucherzahl ist von 20 im Jahr 1999 auf 2300 im 2008 gestiegen. Dank privanten Spenden ist der Schaubetrieb auch für die Jahre bis 1. 1. 2015 gesichert.
